Stuttgart Gerber

Lage: Stuttgart-Mitte
Nutzung: 24.500 m² Handel und Gastronomie (u.a. mit EDEKA, ALDI, dm, H&M, Urban Outfitters, Superdry auf 3 Ebenen, 80 Shops), 7.000 m² Büro, ca. 80 Wohneinheiten mit 7.000 m²
Parkierung: 650 Stellplätze in einer 3-geschossigen Tiefgarage
Grundstück: 13.700 m²
Investor: Württembergische Lebensversicherung AG
Totalübernehmer: Phoenix Real Estate Development GmbH
Fertigstellung: 2014
Leistungsphasen: 1-7
Erstellungskosten: € 220 Mio.

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Fast den kompletten Stadtblock umfassend wurde das Gerber als urbanes Stadtquartier mit hochwertigem Einkaufszentrum und darüber liegenden Wohnungen und Büros konzipiert. Auf eine 3-geschossige Tiefgarage mit 880 Stellplätzen sind drei Ebenen Handel und 4-5 Geschosse Büros sowie 3-4 Geschosse Wohnungen erstellt worden. Das denkmalgeschützte Haus an der Ecke Tübinger Straße und Sophienstraße wurde in die Gesamtkonzeption integriert. Die Fassade wurde saniert, die neue Nutzung im Inneren auf die vorhandenen Fenster abgestimmt. Hier befindet sich eines von drei Portalen zu den Einkaufsebenen. Das Hauptportal an der Tübinger Straße und das Portal an der Ecke Marien- und Sophienstraße bildet jeweils einen Vorplatz. Die Einkaufsetagen werden durch eine 3-geschossige Mall verbunden. Tageslicht strömt von oben durch zwei verglaste Öffnungen über den 5 Rolltreppenpaaren. Circa 90 Läden, Gastronomen und Dienstleister sind hier entlang so platziert, dass die Hauptmieter z.B. Edeka, Urban Outfitters, H&M, Erb oder Superdry eine Magnetwirkung erzielen können. Die Versorgung gelingt über einen darunter befindlichen 2-geschossigen Andienungshof.

BA_Gerber_031_web-650Oberhalb des Sockels des Einkaufzentrums sind die Büros und Wohnungen um einen landschaftsgärtnerisch angelegten Hof gruppiert. Die Büros bilden einen Rücken zur Paulinenstraße, die (Miet-) Wohnungen sind als unterschiedlichste Typen in zurückgesetzten Randbebauungen mit Loggien und Balkone oder villenartigen Punkthäusern untergebracht. Vier Erschließungskerne führen von der Strassenebene und der Tiefgarage auf die Hofebene. Von hier aus ist jede Wohnung direkt durch ein Treppenhaus mit Aufzug zugänglich.
Die steinverkleideten Fassaden nehmen Bezug auf das denkmalgeschützte Haus Tübinger Straße 22 und auf historische Kaufhausbeispiele und führen diese im vorgefundenen Kontext weiter. Dadurch werden Eckbetonungen gebildet und Strassenräume durch Rücksprünge, Fensterrythmen und Loggiaplatzierung belebt.

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