Bruchsal Rathausgalerie

Wettbewerb, 1. Preis, Investorenauswahlverfahren, Stadt Bruchsal
Lage: Fußgängerzone Bruchsal, Kaiserstraße 66
Nutzung: 3.300 m² Rathaus, 6.000 m² Handel (u.a. mit H&M, Rewe, Müller), 1.500 m² Fitnessstudio
Parkierung: 316 Stellplätze im Parkhaus
Grundstück: 6.800 m²
Auftraggeber: SEPA – Real I.S.
Fertigstellung: 2010
Leistungsphasen: 1-9
Erstellungskosten: € 24 Mio.

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Städtebau:
dva_7463-650In zentraler Lage der Stadt Bruchsal, auf dem ehemaligen Parkplatz neben Rathaus und Stadtkirche, wurde die Belebung des Handels entlang der Fußgängerzone Kaiserstraße durch Nachverdichtung angestrebt. In denkmalgeschützter Umgebung erfolgte dies durch drei Bausteine:

•   Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses um ebenerdige Handelsflächen zu ermöglichen

•   Neubau neben Rathaus und Stadtkirche mit ca. 3.000 m² Handelsfläche im Erd- und 1. Obergeschoss und ein Fitnessstudio mit ca. 1.400 m² im 2. Obergeschoss

•   Neubau entlang der John-Bopp-Straße mit einem Lebensmittelmarkt und drei Läden im Erdgeschoss und darüber ein Parkhaus mit 316 Stellplätzen auf drei Ebenen

Vor dem Turm der Stadtkirche wurde ein Platz gebildet, der eine Serie von Plätzen in der Innenstadt vervollständigt. Zwischen Parkhaus und Fußgängerzone, Rathaus und Neubau wurde die Stadtpergola mit Verglasung über den Ladeneingängen gebaut.
Bei den Änderungen zum Rathaus wurde die vorhandene Gestaltung in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde fortgeführt. Die Neubauten greifen Elemente davon auf und übertragen diese in eine zeitgemäße und nutzungsgerechte Architektursprache.

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Rathaus:
In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bruchsal und den Denkmalschutzbehörden wurde das Rathaus (Baujahr 1949) umgebaut, um großflächige Ladenflächen im Erdgeschoss direkt am Marktplatz in zentraler Lage an der Fußgängerzone unterzubringen und gleichzeitig das vorhandene Bauwerk zu sanieren. Das Aufgabengebiet beinhaltete folgendes:

•   Begleitung der bauhistorischen Dokumentationdva_7453-650
•   Verlegung des Rechenzentrums vom hochwassergefährdeten Untergeschoss ins 2. Obergeschoss
•   Konzeption der Barrierefreiheit inklusiv Neuerschließung durch Aufzug und Treppenhaus
•   Neuordnung Teile der Büronutzungen
•   Brandschutztechnische Neukonzeption
•   Änderungen der Hautechnik
•   Umbau Hauptteile des Unter- und Parterregeschosses zu zwei Ladeneinheiten die vom Marktplatzniveau und von der neu geschaffenen Passage zugänglich sind, inklusiv Entfernung der tragenden Wände in diesen Geschossen und durch minimiertes Stahltragwerk auf neuen Fundamenten ersetzen
•   Neubau im ehemaligen Innenhof mit Stadtarchiv im UG, Ladenfläche im EG und Technikbauwerk im Obergeschoss
•   Neugestaltung der Fassaden im EG zu den Handelsnutzungen unter denkmalschutzrechtlichen Gesichtspunkten