Erweiterung und Modernisierung – Generalplanung für REWE Waiblingen

Der REWE-Markt im Zentrum Waiblingens musste saniert und modernisiert werden. Er liegt in einer Unterbauung im 1. Untergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses „Querspange“ am Alten Postplatz und wird aufgrund der Topografie über mehrere Ebenen erschlossen. Den größten Teil der Fläche nutzt REWE als Handelsfläche; im vorderen Bereich befanden sich zuvor ein Kiosk sowie eine leerstehende, ehemalige Caféstätte. Hinzu kam eine unattraktive und unsichere Passage, die dem Ort insgesamt eine wenig einladende Erscheinung verlieh – ungenutztes Potenzial, das der Handelslage insgesamt nicht gerecht wurde.

Genau hier setzte das Projekt „Erweiterung und Modernisierung REWE-Markt“ an: Ziel war es, die allgemeine Attraktivität der Handelslage zu erhöhen, die Eingangssituation im Verhältnis zum davorliegenden Platz und seinen Nutzern zu optimieren und die Erkennbarkeit des Ladens entlang der Langen Straße sowie im städtischen Kontext zu stärken. Um diese Ziele zu erreichen, sah das kundenorientierte Konzept vor, die gesamte Fläche des 1. UGs als zusammenhängende Verkaufsfläche zu nutzen: Der Verbrauchermarkt wurde um ca. 260 m² im Passagenbereich erweitert, während die Flächen des ehemaligen Kiosks und Cafés in zusätzliche Handelsflächen für die REWE-Kunden umgewandelt wurden.

Damit entstand ein einheitlicher, attraktiver Handelsbereich mit klarer Ausrichtung auf modernes Einkaufen, der ein angenehmes Einkaufsklima schafft und die Versorgung mit einer Vielfalt an Waren des täglichen Bedarfs sicherstellt. Möglich wurde dies durch anspruchsvolles Bauen im Bestand mit einigen Herausforderungen: die stellenweise schadhafte Bausubstanz und eine notwendige Betonsanierung erforderte eine enge Kommunikation zwischen allen Beteiligten; die beengte innerstädtische Lage am Hang stellte hohe Anforderungen an Baustelleneinrichtung und Bauablauf, zumal die Anlieferung für den zukünftigen Marktbetrieb komplett neu ausgerichtet werden musste. Dazu fanden die Sanierungsarbeiten bei laufendem Betrieb statt: Sowohl die Nutzungen im darüberliegenden Geschäftshaus als auch die öffentlichen Flächen mussten während der gesamten Bauzeit nahezu uneingeschränkt aufrechterhalten werden.

Am Alten Postplatz erhielt der Markt damit ein neues Gesicht: Die einst unattraktive Passage ist in der neuen Handelsfläche aufgegangen, und eine lineare, durchgehend an der bestehenden Dachkante ausgerichtete Fassade signalisiert den neu strukturierten, hochwertigen Handelsbereich – ein klares Zeichen für Orientierung, Qualität und modernes Einkaufen im historischen Stadtzentrum.

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